Weihnachten ist vorbei - die Schonzeit auch. Fleißig geht es wieder an die Arbeit. Zumindest der Wille ist da. Verzweiflung macht sich breit. Für die schriftliche Arbeit darf man sich sein Thema selbst suchen. Gut, dachte ich mir, schreib über etwas, wovon du noch keine Ahnung hast, was dich wirklich interessiert, damit du auch etwas davon hast. Nun habe ich den Salat - Bücher zum Thema sind schwer zu bekommen, dennoch habe ich einen Informationswust zusammengesammelt. Aber wie das in eine Arbeit packen? Die 15 Seiten, die ich schreiben darf, scheinen angesichts meines eigenen Anspruchs hinten und vorne nicht zu reichen. Und nicht vergessen, wir machen hier keine wissenschaftliche Arbeit, das können wir nicht leisten. Ja bitte, woran soll ich mich denn orientieren? Natürlich, ein Abschluss wird selbstständig erarbeitet. Im Normalfall lernt man aber während des Studiums, wie das funktioniert: Sich Gedanken zu einer theoretischen Fragestellung zu machen. Wir aber sind frei, zu lernen, was wir wollen; frei das weiterzuentwickeln, was wir mitbringen; frei zu tun, was wir können. Auch dieser letzte Punkt der Ausbildung also ein Selbststudium.
Gleichzeitig Kampf an allen Fronten. Die praktische Arbeit will vorbereitet sein. Figuren bauen - Juhuu, ich mache Ausstattungstheater. Alle Entscheidungen selbst treffen - und das, bevor man auch nur ein bisschen probiert hat. Nachdem zumindest die Hürde des "Was will ich wem erzählen" genommen ist, die nächsten schier unlösbaren Probleme. Wie kann ich es erzählen? Ist die Wahl der Mittel die richtige? Wie entwickle ich eine Geschichte? Wie kommt meine Hauptfigur zu einem Konflikt? Sind die Bilder, die ich im Kopf habe, stark genug? Zweifel an allen Ecken. Trotz der Erfahrung, dass es bisher in allen Projekten ein vorzeigbares Ergebnis gab. Es fehlt an dem Bewusstsein des künstlerischen Prozesses. Wie bin ich damals dahin gekommen?
Zu meinem Ehrgeiz ein funktionierendes Stück zu machen, kommt also auch die Aufgabe, für mich eine Methodik zu entwickeln, wie dieser Prozess abzulaufen hat. Damit ich nicht immer wieder vor dem Nichts stehe. Ideen reichen nicht, Kunst ist Handwerk. Na, wieso hab ich das eigentlich noch nicht gelernt? Tja, das frage ich mich auch.
Dienstag, 28. Dezember 2010
Mittwoch, 28. April 2010
untoll
Als ich diese Seite übernommen habe, wurde mir der Blog als die Platform vorgestellt, wo wir Studenten ehrlich schreiben, was uns umtreibt. Also gut, Ich tus.
Stell dir vor, du bist im ersten Semester, man hat dir als erstes die Planung eines Festivals in die Hände gelegt, und nach einer Weile merkst du, das es ein ziemlich selbstorganisiertes Studium ist, welches du dir da ausgesucht hast. Du arrangierst dich, planst, natürlich das Festival, auch die Aufnahmeprüfung des nächsten Jahrgangs ist im Kalender längst berücksichtigt. Denn du weißt, das auch hier die Durchführung dein Job sein wird, schließlich wurdest auch du selbst vom Semester über dir begrüßt und betreut.
So, jetzt mal raus aus der Mitleids-stell-dir-vor-Geschichte.
Auf einmal liegt ein seltsamer Brief an die Neubewerber vor, eine Absage, richtig: kein neues erstes Semester, keine Aufnahmeprüfung. WAS bitte? und der Brief an uns? Und die Termine?
Die Interessenten, die seit einigen Wochen hospitieren, bereitwillig mit Auskünften versorgt, die sich jetzt auf einmal als irrelevant herrausstellen.
Und die höheren Semester auf dem Gang, die vom letzten Jahr erzählen, vom angedrohten Ende des Studiengangs, von allen Anstrengungen, eine produktive Kommunikation herzustellen, von den Protesten, die endgültig mit Aufatmen belohnt wurden: Keine Schließung. Neue Studenten werden aufgenommen. Ich bin einer davon.
Klar, jeder argwöhnt, dass genau der selbe Zirkus wieder neu losbricht.
Wir wollen uns wehren. Nur gegen was konkret? Noch sind wir ja nicht einmal benachrichtigt worden. Wenn wir wissen, was diesmal passieren soll und ob und wie wir dagegen vorgehen können, dann kann es sein, dass wir Hilfe brauchen. Wir sind ja nur ein kleiner Studiengang mit wenigen Stimmen.
Ich sage bescheid.
Erstmal möchten wir natürlich wieder ein neues erstes Semester. Dafür brauchen wir Bewerber. Nur, wo kriegen wir die her, nachdem von Verwaltungsseiten allen abgesagt wurde...?
Samstag, 3. April 2010
Angespornt von diesem verdammt positiven Beitrag unter mir möchte ich kurz ansprechen,was ich in Stuttgart(Semesterferien), Studiengang-Figurentheatermäßiges tue(3 days left):
Ich lese ein Buch, das ich schon einmal gelesen habe, aber zu wenig kenne, um gleich eine der Erinnerung nach passende Textpassage fürs Einzelsprechen zu finden. Am Ende des Buches kommt der Laptop, Passage abtippen, ausdrucken, fertsch.
Ich begebe mich im Laufschritt richtung Hochschule, um mein eines wichtiges vergessenes Tonmodelliermatschtool zu holen, und dann flottflott nach hause und BASTELN denn natürlich habe ich in den "Ferien" schon viele stunden in der Hochschule zugebracht, bin aber noch lange nicht fertig.(Das wäre was für den von Karline angesprochenen gestalterischen Teil)
Ich überlege mir eine Atmosphäre, in der ich die einzige Ferienhausaufgabe angemessen kreativ bewältigen kann. ich ahne, dass ich jedoch erst Montag Nacht die nötige Kreativität erreicht haben werde.
Eine Frage, die sich mir stellt: Warum habe ich am Ende der Semesterferien(mal obiges ausgenommen) mehr "zu tun" als am anfang? Wie kriege ich das nur immer wieder hin? In der Zeit stand neulich ein Artickel der offenlegte, warum Nichtstun wichtig und leistungsfördernd ist. Oder anders: am Ende der Freizeit kommen dann auch endlich die konstruktiven Ideen, für die man SO RICHTIG Zeit braucht. Wieviele Stunden am stück hätte ich also Nichts tun müssen, damit ich möglichst effektiv in kürzester Zeit die konstuktive Ideenphase erreiche?
Nun bin ich also Student, und ich fühle mich nicht cool sondern eher nerdig.
Herzallerliebste Grüße nach Berlin.
Samstag, 27. März 2010
Berlin, Berlin, du bist so wunderbar
Gaststudium in Berlin - Eindrücke der ersten Woche
Zuerst einmal: Sommer in Berlin kann ich nur empfehlen, bei schönem Wetter sind die Berliner sehr glücklich. Dann: Man möge möglichst vermeiden, in Charlottenburg zu wohnen. Jeden morgen eine Stunde S-Bahn fahren um in die Schule zu kommen ist wirklich keine Freude. Aber ich ziehe ja bald nochmal um.
Ich habe jetzt eine Woche an einem Kurs zum Thema Trickfilm teilgenommen. Der Kurs dauert insgesamt sechs Wochen und ist schon mittendrin. Es wird gezeichnet, geknetet und jede Menge Fotos gemacht. Die Arbeit ist sehr sehr frei, Vorgaben werden eigentlich keine gemacht. Wenn ich es schaffe, bringe ich einen eigenen kleinen Trickfilm mit nach Hause - das ist schon ein tolles Gefühl.
Ich kenne immer noch nicht alle Studenten - was wohl vor allem daran liegt, dass das Gebäude so groß ist und meistens gespenstisch leer wirkt. So viel Platz! Aber nicht nur das Gebäude wirkt wie eine richtige Schule, auch der Umgang mit den Stundenplänen ist entsprechend. Wenn bis 17 Uhr Unterricht ist, sind um 17 Uhr auch wirklich alle weg. Ich habe noch nicht rausbekommen, ob es daran liegt, dass die Studenten alle noch so viele andere Dinge zu tun haben oder ob es die Nebensächlichkeit des Projekts der Grund ist. Übrigens höre ich oft, wenn ich erzähle, dass ich in Stuttgart studiere, dass wir so viel Gestaltungsunterricht haben. Mmmh. Wenn unsere Schule so einen Ruf hat, sollte man den vielleicht wieder mehr pflegen?
Die Theorie-Unterrichte (sie sind im Vergleich zu unseren zahlreich) finden im Hauptgebäude statt, also da wo auch die Schauspieler studieren. Zum Beispiel Theatergeschichte, oder Verslehre. Bei letzterem war ich aber noch nicht, dass fiel aus. Wenn ich da war, werde ich schreiben, was es ist. Ich kann mir noch nichts drunter vorstellen. Sprechen à la Michael Speer gibt es hier übrigens ganzjährig: Körper-Stimm-Training. Und Akrobatik heißt nicht jonglieren üben, sondern lernen, wie man von einer Leiter fällt, sich prügelt und gegen einen Türpfosten läuft. Das wär doch mal was für ein Projekt, oder?
Das zweite Jahr hat gerade einen Baukurs (doch, doch, sie DÜRFEN bauen) zur Vorbereitung aufs Zwischendiplom. Da werden große Tischfiguren quasi in Serie gebaut. Die Technik ist prima, ich hab fleißig mitgezeichnet - wer interessiert ist möge mich fragen. Die Dinger stehen sogar von alleine.
Nächste Woche "darf" ich im Szenestudium Maske hospitieren. Das ist das Dumme als Gaststudent: Du hast nicht das recht mitzumachen. Im Gegensatz zu Erasmus-Studenten. Nur ist innerhalb von Deutschland kein Erasmus möglich - vielleicht sollten sich, was dieses Thema betrifft, die beiden Studiengangsleiter mal zusammen setzen. Ist doch wirklich unfair.
Aber mir geht es gut. Ich vermisse euch.
Zuerst einmal: Sommer in Berlin kann ich nur empfehlen, bei schönem Wetter sind die Berliner sehr glücklich. Dann: Man möge möglichst vermeiden, in Charlottenburg zu wohnen. Jeden morgen eine Stunde S-Bahn fahren um in die Schule zu kommen ist wirklich keine Freude. Aber ich ziehe ja bald nochmal um.
Ich habe jetzt eine Woche an einem Kurs zum Thema Trickfilm teilgenommen. Der Kurs dauert insgesamt sechs Wochen und ist schon mittendrin. Es wird gezeichnet, geknetet und jede Menge Fotos gemacht. Die Arbeit ist sehr sehr frei, Vorgaben werden eigentlich keine gemacht. Wenn ich es schaffe, bringe ich einen eigenen kleinen Trickfilm mit nach Hause - das ist schon ein tolles Gefühl.
Ich kenne immer noch nicht alle Studenten - was wohl vor allem daran liegt, dass das Gebäude so groß ist und meistens gespenstisch leer wirkt. So viel Platz! Aber nicht nur das Gebäude wirkt wie eine richtige Schule, auch der Umgang mit den Stundenplänen ist entsprechend. Wenn bis 17 Uhr Unterricht ist, sind um 17 Uhr auch wirklich alle weg. Ich habe noch nicht rausbekommen, ob es daran liegt, dass die Studenten alle noch so viele andere Dinge zu tun haben oder ob es die Nebensächlichkeit des Projekts der Grund ist. Übrigens höre ich oft, wenn ich erzähle, dass ich in Stuttgart studiere, dass wir so viel Gestaltungsunterricht haben. Mmmh. Wenn unsere Schule so einen Ruf hat, sollte man den vielleicht wieder mehr pflegen?
Die Theorie-Unterrichte (sie sind im Vergleich zu unseren zahlreich) finden im Hauptgebäude statt, also da wo auch die Schauspieler studieren. Zum Beispiel Theatergeschichte, oder Verslehre. Bei letzterem war ich aber noch nicht, dass fiel aus. Wenn ich da war, werde ich schreiben, was es ist. Ich kann mir noch nichts drunter vorstellen. Sprechen à la Michael Speer gibt es hier übrigens ganzjährig: Körper-Stimm-Training. Und Akrobatik heißt nicht jonglieren üben, sondern lernen, wie man von einer Leiter fällt, sich prügelt und gegen einen Türpfosten läuft. Das wär doch mal was für ein Projekt, oder?
Das zweite Jahr hat gerade einen Baukurs (doch, doch, sie DÜRFEN bauen) zur Vorbereitung aufs Zwischendiplom. Da werden große Tischfiguren quasi in Serie gebaut. Die Technik ist prima, ich hab fleißig mitgezeichnet - wer interessiert ist möge mich fragen. Die Dinger stehen sogar von alleine.
Nächste Woche "darf" ich im Szenestudium Maske hospitieren. Das ist das Dumme als Gaststudent: Du hast nicht das recht mitzumachen. Im Gegensatz zu Erasmus-Studenten. Nur ist innerhalb von Deutschland kein Erasmus möglich - vielleicht sollten sich, was dieses Thema betrifft, die beiden Studiengangsleiter mal zusammen setzen. Ist doch wirklich unfair.
Aber mir geht es gut. Ich vermisse euch.
Montag, 1. März 2010
Internationales Figurentheaterfestival in Erlangen gerettet!
Letzten Donnerstag Abend hat der Stadtrat in Erlangen entschieden, dass 2011 doch ein internationles Figurentheaterfestival in Erlangen stattfinden soll. Siemens hat den größten Teil dazu beigetragen - sie spenden einmalig den Großteil der Kosten des Festivals. Allerdings gab es in der letzten Zeit wohl auch einige andere Spendenaktionen und Solidaritätsbekundungen für die Rettung des Festival - z.B. Postkarten, Briefe und Mails an den Oberbürgermeister!
Bei der Stadtratzssitzung im Rathaus in Erlangen gab es am Donnerstag auch eine Solidaritätsaktion, eine zwar sehr kleine Runde, die aber gerockt hat. Wolf, Krokodil und einer der Paten - als Bürokrat mit dem Tod auf den Schultern - waren dabei!
Hier einige Eindrücke:



Dazu gab's Sekt (gesponsort von "Siemens") und Grapefruitsaft für den bitteren Beigeschmack! - eine Aktion Erlanger Studenten der Theaterwissenschaften.
Die Erlanger Nachrichten berichteten darüber.
Bei der Stadtratzssitzung im Rathaus in Erlangen gab es am Donnerstag auch eine Solidaritätsaktion, eine zwar sehr kleine Runde, die aber gerockt hat. Wolf, Krokodil und einer der Paten - als Bürokrat mit dem Tod auf den Schultern - waren dabei!
Hier einige Eindrücke:



Dazu gab's Sekt (gesponsort von "Siemens") und Grapefruitsaft für den bitteren Beigeschmack! - eine Aktion Erlanger Studenten der Theaterwissenschaften.
Die Erlanger Nachrichten berichteten darüber.
Mittwoch, 24. Februar 2010
Wer was weiß

Am Freitag, den 19.02.2010 hatten wir um 19:00 Uhr die Aufführung unseres Projektabschlusses "Wer was weiß". Eine 3-wöchige Projektarbeit zur Farbe Weiß, mit weißen Ojekten; angeleitet wurden wir von Lisa Thomas.
Wer nicht dabei sein konnte, hier ein paar Eindrücke:




Die Fotots hat Yakup Zeyrek gemacht.
Montag, 25. Januar 2010
Stolen Moments- Eine Projektentwicklung
Die dritte Woche im Studium Figurentheater begann für uns, das 1. Semester, gleich mit einem Inszenierungsprojekt. Thema des Stücks und Dozent waren uns noch völlig unbekannt. Das Projekt, das vier Wochen dauern sollte, hieß „Angewandte Dramaturgie“.
Horst Lonius, Regisseur und Puppenspieler, kam mit wehendem, lockigem grauem Haar durch unseren Flur gefegt, begrüßte zunächst alle Studenten aus den höheren Semestern mit energischem Auftreten, um dann die Neuen kennenzulernen.
Wir richteten unseren Arbeitsraum mit Tischen, Stühlen und Beamer ein. Zunächst redeten wir über die Erwartungen des Projekts und machten uns einander bekannt. Im Zentrum standen Fragen, wie: Was habt ihr vor dem Beginn des Studiums gemacht? Warum habt ihr euch für das Studium Figurentheater entschieden? und Welche Musikinstrumente könnt ihr spielen?
Blockflöte, Tenorhorn, Trommel, Bass, Maultrommel…

Musik sollte das Hauptthema des Projektes sein, das war uns nach der ersten Gesprächsrunde klar. Doch mehr wurde noch nicht verraten.
Nach einer theoretischen Einführung in die Theaterdramaturgie von der griechischen Antike bis heute und einigen gruppendynamischen Übungen näherten wir uns langsam den ersten szenischen Improvisationen.
Eine unserer ersten praktischen Aufgaben war, auf öffentlichen Plätzen eine Person zu beobachten, die wir dann vor den Mitstudenten nachahmen können. Die Körperlichkeit der beobachteten Personen waren Ausgangspunkte zur Entwicklung unserer Figuren.

Weitere Übungen zur Entwicklung einer Figur folgten – Figureninterview, Auseinandersetzung mit Biographien von Persönlichkeiten, Improvisationen mit verschiedenen Situationsvorgaben etc.
Als die Figuren weitestgehend feststanden arbeiteten wir einzeln, manchmal gemeinsam an Szenen, die sich aus Improvisationen oder textlichen Ideen ergeben hatten. Doch nicht nur auf der Bühne wurde gearbeitet, auch immer wieder zwischendrin, nach der Probe oder am Wochenende in der Werkstatt oder im Atelier – wir sägten, bohrten, schraubten, kaschierten und malten unsere Requisiten und das Bühnenbild.
Am Ende entstand eine Collage von unterschiedlichen Szenen, Bildern und Nummern, die eine Geschichte von fünf Personen erzählt, die einem skurrilen Mann die Ehre retten wollen und dabei zu sich selbst finden.
Horst Lonius, Regisseur und Puppenspieler, kam mit wehendem, lockigem grauem Haar durch unseren Flur gefegt, begrüßte zunächst alle Studenten aus den höheren Semestern mit energischem Auftreten, um dann die Neuen kennenzulernen.
Wir richteten unseren Arbeitsraum mit Tischen, Stühlen und Beamer ein. Zunächst redeten wir über die Erwartungen des Projekts und machten uns einander bekannt. Im Zentrum standen Fragen, wie: Was habt ihr vor dem Beginn des Studiums gemacht? Warum habt ihr euch für das Studium Figurentheater entschieden? und Welche Musikinstrumente könnt ihr spielen?
Blockflöte, Tenorhorn, Trommel, Bass, Maultrommel…

Musik sollte das Hauptthema des Projektes sein, das war uns nach der ersten Gesprächsrunde klar. Doch mehr wurde noch nicht verraten.
Nach einer theoretischen Einführung in die Theaterdramaturgie von der griechischen Antike bis heute und einigen gruppendynamischen Übungen näherten wir uns langsam den ersten szenischen Improvisationen.
Eine unserer ersten praktischen Aufgaben war, auf öffentlichen Plätzen eine Person zu beobachten, die wir dann vor den Mitstudenten nachahmen können. Die Körperlichkeit der beobachteten Personen waren Ausgangspunkte zur Entwicklung unserer Figuren.

Weitere Übungen zur Entwicklung einer Figur folgten – Figureninterview, Auseinandersetzung mit Biographien von Persönlichkeiten, Improvisationen mit verschiedenen Situationsvorgaben etc.
Als die Figuren weitestgehend feststanden arbeiteten wir einzeln, manchmal gemeinsam an Szenen, die sich aus Improvisationen oder textlichen Ideen ergeben hatten. Doch nicht nur auf der Bühne wurde gearbeitet, auch immer wieder zwischendrin, nach der Probe oder am Wochenende in der Werkstatt oder im Atelier – wir sägten, bohrten, schraubten, kaschierten und malten unsere Requisiten und das Bühnenbild.
Am Ende entstand eine Collage von unterschiedlichen Szenen, Bildern und Nummern, die eine Geschichte von fünf Personen erzählt, die einem skurrilen Mann die Ehre retten wollen und dabei zu sich selbst finden.
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1. Semester,
Collage,
Inszenierung,
Musikinstrumente
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